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FAQ

Jagd ist Krieg von bewaffneten Feiglingen gegen wehrlose Tiere

  • Stark bedrohte Tierarten haben im Jagdrecht nichts zu suchen. Das Verhältnis von Beutegreifern und ihren Beutetieren hat sich seit Urzeiten eingespielt und bewährt und es ist noch kein Fall dokumentiert, in dem einheimische Beutegreifer einheimische Beutetiere ausgerottet haben. Ursache für die Gefährdung oder gar das Erlöschen von Populationen waren nie unsere einheimischen Beutegreifer wie Füchse, Marder oder Greifvögel, sondern immer Eingriffe der Jäger und Menschen in die Umwelt und in die Habitate der gefährdeten Arten.
  • Weil die heutige Form der Jagd in der Schweiz sich als barbarisch, bestialisch und aus tierschützerischer Sicht auch als nicht kompatibel herausgestellt hat, empfehlen wir neue Wege zu gehen. Alljährlich müssen angeblich gegen die 150'000 Tiere in der Schweiz eliminiert werden, weil es zuviele sein sollen. Zuviele für wen? Wird nicht duch die Jagd das Wild überhaupt erst in die Wälder getrieben? Die Jagd macht die Wildtiere Scheu. Rehe und Hirsche z.b. sind normalerweise tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wie­sen sieht, genauso wie andere Weidetiere, Schafe, Ziegen und Kühe. Erst durch den Jagd­druck wer­den sie in die Wäl­der hin­ein­ge­trie­ben, um sich zu ver­ste­cken und wo sie weniger Nahrung finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt. Nur wegen dem Jagddruck kommen Rehe und Hirsche oftmals erst mit den jungen Bäumen, an denen sie Schäl und Verbissschäden anrichten, in Kontakt. Doch je mehr Schäden entstehen, desto intensiver werden die Rufe nach schärferer Bejagung. Das Zusammenspiel von Jagd und Hege erzeugt damit einen Teufelskreis, unter dem nicht nur Natur und Tiere, sondern auch Land und Forstwirtschaft zu leiden haben. Sterilisation ist z.B. eine effektive und nachhaltige Lösung bei einer tatsächlichen Überpopulation. Fangen, sterilisieren und wieder aussiedeln oder mit einer  Impfung zur Geburtskontrolle, kontrolliert sinnvoll die verschiedenen Herdengrössen. Diesbezügliche Erfolge kann man in Ländern z.B. mit der Strassenhundenproblematik beobachten. In Amerika werden durch eine Impfung zur Geburtenkontrolle in bestimmten Gebieten die Reh- und Hirschbestände geregelt. Die Bestände von Lebewesen jährlich aus Freude am töten zurecht zu schiessen, ist keine nachhaltige Betätigung, sondern eine Perversität.  Die heutige Jagd ist ein massives, zerstörerisches und gewalttätiges Eingreifen in natürliche Rhythmen und kann nicht als eine positive Notwendigkeit bezeichnet werden!  Aus tierschützerischer Sicht ist es äusserst fragwürdig, dass man als Hobby der Fischer und Jäger Tiere tötet und daran auch noch Spass empfindet.  Die Folgekosten etwa durch den ungesunden Fleischkonsum werden ebenfalls der Allgemeinheit z.B. via Krankenkassenprämien auferlegt, nebst den Schäden in der Biodiversität usw.
  • Es ist unabdingbar, dass die Jagd in der Schweiz aus den wirren Phantasien bestimmter Jäger durch Aufklärung geholt wird und viele Punkte gesamtschweizerisch nach unabhängigen, modernen wildbiologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie ethischen und moralischen Gesichtspunkten geregelt wird. Es herrscht schweizweit kantonsübergreifend ein durchtriebenes Chaos auf dem Buckel empfindsamer Lebewesen und der darunter leidenden Bevölkerung. Das eidgenössische Jagdgesetz macht zu einem grossen Teil nur unverbindliche Rahmenbedinungen, die Details sind aber den Kantonen überlassen, welche scheinbar überfordert sind. Es fehlt an kompetenten Fachkräften zum Schutz der Wildtiere, welche sich für eine harmonischere und gewaltfreie Natur engagieren.
  • Es werden immer noch Tiere die auf der roten Liste stehen gejagt und getötet und zwar z.B. im Jahr  2009 2154 Tiere! So wird der Feldhase immer noch in 13 Kantonen bejagt.  Weshalb eigentlich? Gibt es irgendwo eine Feldhasenplage oder Bedrohung? Natürlich nicht, aber die Jäger glauben, dass der Feldhase in ihren Kochtopf gehört!  Der Kanton Aargau weist mit zwei Tieren pro Quadratkilometer Feldfläche den tiefsten Hasenbestand im Mittelland auf (Landesschnitt: 2,7 Tiere). Dennoch wird auch im Aargau, Graubünden usw. Jagd auf den Feldhasen gemacht. Das Birkenhuhn ist noch seltener und wurde letztes Jahr 488 Mal von den Jägern grundlos eliminiert. Im Visier der Jäger sind auch die seltene Waldschnepfe sowie die fast ausgestorbenen Schnatter- und Knäkenten. Hier besteht nationaler Handlungsbedarf um den Lusttötern das Handwerk zu legen. Mindestens ein schweizweites Verbot der Jagd auf Tiere welche auf der roten Liste stehen ist längst überfällig. Bei Zuwiederhandlung massive Bussen und Entzug der Jagdberechtigung! Man sollte den Tieren, welche oftmals auch durch den Entzug des Lebensraumes in Bedrängnis sind, nicht noch durch dubiose Jäger unnötigen Stress aufbürden.
  • Kleine Tierbestände, ist man kein Jäger, sieht man als Einheimischer, Tourist praktisch keine Wildtiere mehr, wer trägt dafür die Verantwortung?
  • Wir empfehlen eine Null-Promille-Grenze auf der Pirsch. 12 Std. vor und während der Pirsch kein Alkohol. Kontrolliert von Wildhütern und Polizei.
  • Schweizweit ein obligatorischer und alljährlicher Seh- und Schiesstest für die Jäger gehört eingeführt!
  • Jagd ist Gewaltverherrlichung mit Schusswaffen (schlechtes Vorbild für die Jugend und verheerend für Tourismuskantone, Touristen mögen keine Schiessereien, Bestialitäten, Barbareien während ihren Ferien sehen). Jugendschutz der angewendet werden muss.
  • Verbot von Fell-Pelzhandel. Tiere tragen Pelz - Menschen tragen in der Schweiz Kleider.
  • Verbot von Reiseangeboten zu Sportjagden im Ausland zum fröhnen des blutigen Hobbys der Jäger (Trophäenjagd usw.). Jäger tragen nachweislich zur Minderung der Biodiversität bei.
  • Verbot von manipulierten Bestandesregulierungen von Lebewesen durch Mord und Totschlag aus Spass für die Fischer und Jäger!
  • Verbot von ganzjährigen Jagden auf bestimmte Wildtiere ohne Schonzeit wie z.B: Elster und Waschbär, grundsätzlich haben alle Lebewesen ein Recht auf Leben und Unversehrtheit.
  • Verbot vom Schusswaffengebrauch der Jäger 100 Meter (wie im Kanton Bern) um Siedlungen herum. Es ist ein Skandal, dass das jägerische Barbarentum und Bestialitäten wie kaltblütiges abgeschlachteten von Wildtiere aller Altersklassen, Blut, Schiessereien, Unsittlichkeiten usw. in die Siedlungen getragen wird, zu den Kinder, Rentner, zivilisierten Menschen usw.
  • Jäger wollen töten, sind gewalttätig und drohen. Resozialisierungsprogramme, ethische Schulungen, psychologische Betreuungen in Familien und für betroffene Ehefrauen usw. sind sehr wichtig! (Laut Psychologen leiden Jäger nicht selten unter Schizophrenie, Sadismus, narzisstische Persönlichkeitsstörungen, Pseudologie usw.)
  • Die Jägerschaft verbreitet viel Unwahrheiten, bessere Informationsarbeit durch unabhängige Fachstellen und Schulungen ist unabdingbar. Jäger sind Bremsklötze der natürlichen Evolution und Entwicklung in der Natur.
  • Baujagd ist genauso Tierquälerei und wird nur noch von einem kleinen unbelehrbaren Teil der Jäger praktiziert, indem sie kleine scharf gemachte Hunde einsetzen. Gehört verboten, genauso wie Pass- und Fallenjagd, Vogeljagd sowie die Nach-Sonderjagd usw. Alle Jagdarten sind grausam.
  • Als absolut dekadent müssen auch Damhirschereien angesehen werden, wo betroffene traumatisierte Tiere in engen Gehegen ohne Fluchtmöglichkeit auf den Jäger warten müssen und jährlich Augenzeugen werden, wie Artgenossen von Jägern abgeschossen werden für den ungesunden  und sinnlosen Fleischkonsum. Menschen essen keine Tiere.
  • Wenn Wildtiere in ungeschützte Gärten vordringen und diese anschliessend von Jägern kaltblütig abgeschossen werden, ist eine Respektlosigkeit sondergleichen. Wo bleibt die Verantwortung der Bürger, sein Hab und Gut selber auch zu schützen?
  • Ein Recht auf Leben oder Tierschutz sieht die Schweizer Gesetzgebung nicht vor für Wildtiere. Es werden trächtige Mutterkühe, Jungtiere geschossen und Föten den Krähen zum Frass vorgeworfen.
  • Die Hobbyjagd wo zum Spass Wildtiere getötet werden, bleibt nie ohne Konsequenzen für die Biodiversität. Von der Uno wird angenommen, dass ein hoher Prozentsatz aller ausgestorbenen Tierarten durch Mithilfe der Jagd erfolgten. Auch in der Schweiz wurden schon mehrermale durch die Jäger verschiedene Wildtierarten komplett eliminiert.
  • Verantwortungsvolle Natur- Tierschutzarbeiten usw. sollte man nicht in die Hände von jenen legen, an deren Händen so viel Blut klebt, wie bei den Jägern und sich schon gar nicht unter deren Diktat stellen.
  • Misstände in der Biodiversität werden nicht durch gewalttätige Energien der Jäger gelöst, sondern durch neu Lösungsansätze wie Fallbeispiele von Genf, Holland und andere jagdfreien Gebiete zeigen.
  • Es gibt viel zu viel Platz für die Ausnutztierhaltung und zu wenig Platz für die Wildtiere in der Landschaft. Hier braucht es geordnete Anpassungen. Es sollte nicht ausser Acht gelassen werden, dass hautpsächlich die "Nutztierhalter" die Eindringlinge in den Lebensraum der Wildtiere sind. Auch die Berge sind Wildnis und nicht nur Wohlfühloasen, wo gewisse Tierhalter ihre "geliebten" Tiere schutzlos parkieren, um sie im Herbst dem Metzger bringen zu können. Der Staat sollte die Bauern und Schafhalter zwingen, ihre Tiere besser zu schützen. Sie bringen ihr Vieh in den  traditionellen Lebensraum der Wildtiere, also müssen sie es auch vor den Wildtieren schützen, die in der Wildnis den Vortritt haben. Wenigstens diesen beschränkten Lebensraum muss man den Wildtieren doch zugestehen! Von wissenschaftlicher Seite wird schon länger moniert, dass die Schaf-, Ziegen- und Rinderherden im Hochalpinen Raum eigentlich gar nichts verloren haben und heimische Kräuter und Gräser akut bedrohen und damit unsere Biodiversität. Mehr und mehr sind grüne Matten und keine Naturwiesen mehr vorhanden. In vielen Fällen gibt es Erosionen, Trittschäden sowie Üeber- oder Unternutzung der Vegetation, Verbissschäden an Jungwald und/oder die Schafe stecken Wildtiere mit Krankheiten an. Auf manchen Alpen hat es mehr Schäden durch diletantische Schafhaltung als durch die Skipisten! Viele Alpen werden durch den unkontrollierten Weidegang auf Jahre hinweg geschädigt. Schafe, die ohne Aufsicht auf der Alp sind, fressen die für die Wildtiere wichtigen Weiden oft bis in grosse Höhen ab. Dies hat ihnen bei Umwelt - TierschützerInnen einen schlechten Ruf eingebracht.
  • Natürlich sind Jäger auch mit­ver­ant­wort­lich für die vie­len Wild­un­fälle. Rehe und Hirsche z.b. sind normalerweise tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wie­sen sieht, genauso wie andere Weidetiere, Schafe, Ziegen und Kühe. Erst durch den Jagd­druck wer­den sie in die Wäl­der hin­ein­ge­trie­ben, um sich zu ver­ste­cken und wo sie weniger Nahrung finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt. So ent­ste­hen Schä­den an den Kul­tu­ren, weil sie vom Hun­ger geplagt sind und der Wald nicht ihre natürliche Umgebung ist. Es ist  wissenschaftlich erwiesen, dass der Bremsweg für Autofahrer beim Wildwechsel in den Wäldern viel kürzer ist, als im offenem Gelände, dort wo sich die Wildtiere normalerweise ohne Jagddruck aufhalten würden. In der Schweiz ereignen sich jährlich rund 20'000 Wildunfälle mit einer hohen Dunkelziffer an nicht gemeldeten Schadensfälle. Dabei gibt es mindestens 60 Schwerverletzte und Sachschäden von über 25 Millionen Franken. Diese hohen Zahlen können signifikant durch die Abschaffung der Hobby-, Spass-  und Lustjägereien gesenkt werden.
  • Jäger verursachen viel mehr Schäden als die Tiere selber, denen sie hinterher rennen.  Es gibt eine Studie in Frankreich,  die zei­gt, dass die Jäger viel mehr Scha­den anrich­ten, als das Wild dem die Jäger hin­ter­her­ja­gen.  Was für eine Plage die Hobbyjäger für die Natur, Umwelt, Menschheit, Tierwelt sind, kann man anhand diversen Rechner und Studien, beim Bund, Versicherungen, SUVA (rund 300 Jagdunfälle pro Jahr in der Schweiz) Gesundheitsämtern, WWF, Greenpeace usw. selber anschauen. Keine Tierart wird so miserable Werte haben, wie die Jäger. Keine Tierart hat einen so schlechten ökologischen Fussabdruck wie die Jäger.
  • Die Jägerschaft  verursacht Personen-, Umwelt-, Sachschäden, Artenschäden usw, die weit über den durchschnittlichen 2%  der Verbissschäden durch das Wild an Pflanzen bzw. des Holzertrages liegen.
  • Verantwortungsvolle nichtjagdende Wildbiologen sollten sich für Wildkorridore, Wildbrücken einsetzen bei grossen Strassenbauprojekte.
  • Die Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. Keine Schusswaffen mehr für Hobbyjäger! Es gibt Studien die zeigen, dass 90% der Gewaltverbrecher als Tierquäler angefangen haben.
  • Auch die Zwangs­be­ja­gung auf eige­nem Grund und Boden ist in der Schweiz immer noch ver­an­kert, obwohl das höchste Euro­päi­sche Gericht schon vor Jah­ren diese Pra­xis mit den Men­schen­rech­ten als nicht kom­pa­ti­bel beur­teilte. Was dem­nach in Por­tu­gal, Luxem­burg, Bel­gien, Finn­land, Däne­mark, Nie­der­lande, Frank­reich, Groß­bri­tan­nien und Spa­nien als selbst­ver­ständ­lich gilt, näm­lich die Beach­tung ele­men­ta­rer Men­schen­rechte von Grund­stücks­ei­gen­tü­mern, wird  hier zu Lande immer noch mit Füßen getreten. Bereits im Jahr 1999 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Fall von französischen Klägern entschieden, dass ein Grundstückseigentümer, der aus ethischen Gründen das Töten von Tieren ablehnt, die Jagd auf seinen Eigentumsflächen nicht hinnehmen muss. Jeder Waldeigentümer bestimmt selber darüber, ob auf seinem Gebiet gejagt werden darf oder nicht. (Ausnahme Neozoen, schwer verletzte Tiere)
  • Eine Abschaffung der Hobby-, Spass-  und Lustjägereien hätte keine negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Artenvielfalt, das Seuchengeschehen oder die Finanzhaushalte. Vielmehr würde der unglaublichen Tierquälerei durch die Hobbyjägerei ein Riegel vorgeschoben werden. Die Artenvielfalt würde sich gemäss renommierten Wissenschaftlern  und anhand von Fallbeispielen, ohne die Jagd wesentlich besser entwickeln, wenn sie nur könnte.  Zahlreiche wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass der Verbiss durch Rehe und Hirsche sogar nützlich ist, weil es eine Zunahme der Biodiversität (hier die Artenvielfalt der Pflanzen) verursacht. Der Seuchengefahr kann durch Impfungen wirksamer entgegengewirkt werden und selbst die Staatsfinanzen könnten durch ein effektiveres Reh- und Rotwildmanagement gestärkt werden (Reduzierung von Waldschäden). Gefordert ist hier politischer Wille und Mut, in das jagdliche Brauchtum signifikant einzugreifen und Gesetze auf den Weg zu bringen, welches den veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts, den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem modernen Tier- und Artenschutz und der Mehrheit der Bevölkerung gerecht wird.
  • Die zusätzliche Belastung durch die unzähligen Tonnen Blei welche die Jäger in der Natur zurücklassen beim Schiessen, ist reiner Ökoterror. Blei ist ein giftiges Schwermetall.  Es wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen,  auch nach dem Konsum von Wildbret. Doch Bleimunition ist nicht nur für Menschen schädlich, es ist auch eine besonders grausame Form der Jagd. Verletzte Tiere leiden nebst ihren Wunden an einer langsamen Vergiftung durch die Bleimunition. Solche Munition gehört in der Schweiz verboten wie es die Länder Finnland, Dänemark und den Niederlanden seit Jahren praktizieren.
  • Die Natur und der Lebensraum der Wildtiere kann nicht einfach zerstört, verschandelt und konsumiert werden. Forst- und  Alpwirtschaft bauen unaufhörlich Strassen, welche gerne von Jägern benützt werden und so die Wildtiere beunruhigen.
  • Der Wald und die Natur sollte den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungsraum und Lebensraums des Zusammenlebens zurückgegeben werden. Unsere Zeit wird zunehmend von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die Jägerschaft nicht unbeteiligt. Diese negativen Energien von Gewalt, Angst, Terror, Respektlosigkeit und Unbehagen welche die Jägerschaft in der Natur hinterlässt, verbreitet sich über das ganze Land.
  • Luchs und Wolf liegen der Schweizer Bevölkerung am Herzen. Eine Mehrheit der Befragten einer Umfrage von Pro Natura spricht sich dagegen aus, dass die Raubtiere abgeschossen werden, damit Wild- und Fischbestände für Jäger und Fischer erhalten bleiben. 72 Prozent lehnen es etwa ab, dass Luchse oder Wölfe abgeschossen werden, damit der Reh- und Gemsenbestand für die Jagd konstant bleibt. Ebenso sind 69 Prozent gegen die Jagd auf fischfressende Vögel, um den Ertrag der Fischer zu sichern. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört respektiert!
  • Die "Jäger" von heute sind keine richtigen Jäger (Jagd zur notwendigen, überlebenswichtigen Nahrungsmittelbeschaffung), sondern organisierte Eigenheiten oftmals aus einem Umfeld aus Filz und Vetternwirtschaft. Dubioseste Begründungen werden vorgeschoben, um ihre blutigen und feigen Freizeitaktivitäten aufrecht zu erhalten. Solche Machenschaften gehören schonungslos aufgeklärt!
  • Jäger teilen Tiere in "Schädlinge" und "Nützlinge" ein. Welcher  authentischer Natur- und Tierschützer macht das schon? Wer geht schon mit dem Gewehr in die Natur und schiesst die Tierwelt, die Natur zurecht? Echte Naturfreunde brauchen kein Gewehr um zu hegen und zu pflegen. Echte Naturschützer sind keine Gewalttäter.
  • Sehr viele aller jagdlichen Projektile freffen ihr Ziel, ohne es zu töten! Praktisch alle Jagdarten sind grausam. Ein besonders übles Beispiel ist etwa die Baujagd: dabei sollen Füchse mit auf Schärfe abgerichteten Hunden aus ihrem Bau vor die Flinten wartender Jäger gehetzt werden. Jungfüchse werden in Gegenwart ihrer entsetzten Eltern vom Jagdhund zerfleischt; manche Füchse lassen sich in ihrer Verzweiflung auf Kämpfe mit dem Hund ein, was nicht selten zum Tod beider führt.
  • Wie kann Jagd ein erhaltenswertes Kulturgut sein, mit Blutvergiessen, Grausamkeit, Bestialität, Barbareien und sinnlosen Qualen? Modernes Wildtiermanagement mit ethisch geschulten und nichtjagenden Wildtierbiologen und neue Ideen sowie Lösungen sind der Ruf der Zeit.
  • Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Jagd die Befallsrate der Füchse mit dem Bandwurm reduzieren kann. Auch bei der Tollwut führten einzig flächendeckende Impfaktionen mit Auslegung von Impfködern zum Erfolg - die Fuchsjagd hatte sich Studien zufolge als kontraproduktiv erwiesen und zur Ausbreitung der Tollwut sogar beigetragen. Laut Wissenschaftlern gibt es auch kein Überpopulation an Füchsen, wenn die Jagd eingestellt wird. Neuestes Fallbeispiel ist England mit einer von der Universität Bristol geführten Studie.
  • Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine. Seit Jahren ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in der Schweiz so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem? Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuell publizierte französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen. Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde nun im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, so dass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine ist bei hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein (vgl. Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009). Mit dieser Studie ist bewiesen, dass die starke Vermehrung bei Wildschweinen nicht auf nur vom Futterangebot abhängt, sondern auch von der intensiven Bejagung. Norbert Happ, der bekannteste deutsche Wildschweinkenner – selber Jäger – prangert an: „Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht“. Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich: „Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten“, so Happ (in der Jägerzeitung "Wild und Hund", 23/2002). Auch Wildmeister Gerold Wandel weist auf das Jagd-Problem hin: „Jetzt werden die Sauen wirklich wehrhaft! Sie wehren sich mit einer unglaublichen Zuwachsdynamik gegen den falschen, asozialen Abschuss in den Altersklassen“ (Jagdzeitung PIRSCH 1/2004).
  • Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter natürlichen Umständen, meint auch Prof. Dr. Josef H. Reichholf, der die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München leitet. Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja vor allem im Herbst und Winter statt findet, viele Tiere getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot. „Tiere, die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr zeitiger und zahlenmäßig stärker fort“, sagt Reichholf. (Süddeutsche Zeitung, 28.01.2009)

Ökonomisch-ökologischer Rahmen

  • Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd auf der einen Seite sowie die Zersiedelung unberührter Naturlandschaft auf der anderen Seite sind primär verantwortlich für die drastische Reduzierung der Artenvielfalt. Fallbeispiele wie der Kanton Genf zeigen, dass der Biodiversität  ohne Jagd und Jäger einen grossen Gefallen getan werden kann. Rechtschaffende Wildhüter tragen das ihre bei.
  • Die einheimischen Wildtiere gehören niemandem (nullius res). Daher kann auch niemand juristisch einen Schaden durch natürliche Einflüsse geltend machen.
  • Intensive Agrarwirtschaft raubt der Tierwelt den Lebensraum; überlebende Tiere werden durch ausufernde Bejagung sukzessive an den Rand des Aussterbens getrieben.
  • Die Forstwirtschaft ist an einer Gewinnmaximierung der Holzerträge orientiert. Das Schlagwort „Wald vor Wild“ definiert die Situation, Waldtiere sind der Störfaktor dieser Industrie. Waldschäden durch Verbiss sind nachweislich Vorwand, Wildtiere gewaltsam an einen nach wirtschaftlichen Interessen definierten Normbestand anzugleichen. Die gesamte freie Natur wird zu einem Freiland-Industriekomplex umgebaut. Wild und Wald ist die richtige Definition.
  • Der Mensch hat den Tieren den Lebensraum genommen. Wer bringt das Gleichgewicht in der Natur und auf der Erde durcheinander? Die Tiere sind es nicht - es sind Menschen wie die Jäger. Außerdem schaden die heutigen Jäger auch anderen Tierarten, nicht nur denen, die sie töten dürfen (oder oftmals eben auch nicht töten dürften) und mit nach Hause nehmen als Trophäen.
  • Man weiss heute, dass es z. B. in Graubünden und anderstwo in erster Linie ums organisieren von attraktiven Jagden geht, welche vom Amt für Jagd und Fischerei geplant werden und teilweise auch barbarischer und bestialischer werden, wie z.B. im selbigen Kanton.  Der Spass den Vorrang hat, für dementsprechend gelagerte und militante Individuen als Freizeitvergnügen Lebewesen abschiessen zu können.  Das regelmässig ganze Horden schiesswütiger Hobbyjäger die Alpen stürmen, um in ihrer Freizeit Tod und Schrecken zu verbreiten. Schliesslich verdient man damit ja richtig gutes Geld, um damit auch oft fragwürdige und spezielle Wildtierbiologen, welche meist selber leidenschaftliche Täter - Fischer und Jäger -  sind, in den Verwaltungen von Bund und Kanton zu bezahlen. Mann weiss auch, das Jäger gar nicht  so sehr an Alternativen interessiert  sind. Jäger wollen töten, verstossen permanent gegen Tierschutzgesetze und allgemein gültigen Regeln von Ethik und Anstand.

Psychologisch-pathologische Komponente

  • Wildtiere gehören dem gesamten Volk und nicht einer Minderheit von Jägern, die sich zum alleinigen Nutzer der Tiere aufgeschwungen hat. „Naturschutz“ durch Jagd findet nicht statt, Trophäenkult und Schießvergnügen sind vorrangig. Die Jagd ist ein weitgehend lustbetonter und breit gestreuter Arten-Terrorismus.
  • Jagd ist die letzte legale Möglichkeit, in Friedenszeiten mit der Waffe ungestraft zu töten. Sie ist die letzte Möglichkeit, dem Tötungstrieb hemmungslos nachzugehen. Waffenbesitz birgt – wie Beispiele drastisch belegen – immer die Gefahr des Missbrauchs.
  • Jäger wurden sowohl in Europa als auch in den USA schon psychologischen und soziologischen Untersuchungen unterzogen und hinsichtlich verschiedener Aspekte mit Nichtjägern verglichen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Jäger keine höhere Naturverbundenheit aufweisen als Nichtjäger, Themen des Tier-, Umwelt und Naturschutzes eher negativ gegenüberstehen und allgemein eine höhere Tendenz zu aggressiven Verhaltensweisen zeigen. Die jägerische Tier und Naturliebe erfreut sich nicht am Dasein des geliebten Objekts; vielmehr zielt sie darauf ab, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und gipfelt darin, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen. Nirgendwo zeigt sich dies deutlicher als in den Jagderzählungen, die in praktisch jeder Ausgabe der gängigen Jagdzeitschriften wie z. B. der Bünder Jäger oder Schweizer Jäger  zu finden sind.
  • Anzutreffen sind in diesem Umfeld vorwiegend mental entsprechend gelagerte Individuen, denen Mitgefühlsfähigkeit hochgradig fehlt. Ein Blick in die einschlägigen Jägermagazine bestätigt dies und offenbart regelmäßig ein beängstigendes Tötungs- und Beutevergnügen.
  • In unserer Gesell­schaft hat sich ein Per­so­nen­kreis mit Ter­ror­zel­len eta­bliert, die sich den Waf­fen­ge­brauch zur Lei­den­schaft gemacht hat, um damit Kon­flikte zu lösen. Es hat sich eine neue, kleine  und arm­see­lige Kriegs­front gebil­det, wel­che heute im Tier­reich wütet.
  • Es ist schwer nachzuvollziehen, warum es “Jägern” - 0,3 Prozent der Bevölkerung - erlaubt ist, wildlebende Tiere mit fadenscheinigen Argumenten zu töten und zu verstümmeln, die im Grunde genommen genauso den 99,6 Prozent Nichtjäger “gehören” und gerne gesehen sind in der Natur.
  • Mit Gerechtigkeit hat die Waidgerechtigkeit nur wenig zu tun. Während es verpönt ist, Hochwild an der Fütterung zu erschießen, hat der Jäger  kein Skrupel, dasselbe mit dem verhassten Beutekonkurrenten Fuchs zu tun.
  • Die Jägerschaft übt mit ihren zahlreichen Vertretern in Politik und Wirtschaft einen grossen Einfluss auf die Gesetzgebung aus, um ihr blutiges Hobby aufrechtzuerhalten - gleich welche ökologischen Schäden (ganz zu schweigen vom Leid der betroffenen Tiere) hieraus resultieren. Viele Jäger nehmen nur zum Schein Traditionen, Aufgaben usw. an und benutzen sie als Rechtfertigung für das Töten von Tieren aus reinem Profit oder Hobby. Die überwiegende Mehrheit sind auch keine Berufsjäger, sondern sehen das Töten von Tieren als Hobby und Freizeitvergnügen.
  • Bei der Betrachtung der Strukturen in der Jägerschaft und dem Agieren der politischen Instanzen ist nur ein konsequenter Schluss möglich: die in der Schweiz praktizierte Jagd ist eine Hobby- und Spaßjagd, bei der Trophäenkult, das gesellschaftliche Erlebnis und die Lust am Töten mit dem damit verbunden Ausleben von Machtgefühlen im Vordergrund steht. Letzteres wird immer wieder durch Jägerberichte aus Insider-Kreisen bestätigt.
  • Der Neurologe und mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin erklärte in seinem viel beachteten Buch „Die Leidenschaft des Jägers“ (Europäische Verlagsanstalt, 2003): „Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt ... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben –, geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.“

Christian Lüdke ist Psychotherapeut, bildet Spezialeinheiten der Polizei aus und beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie von Tätern.

Lüdke: „Solche Menschen führen ein Doppelleben. Im Inneren fühlen sie sich wie die absoluten Versager – familiär, beruflich und sexuell und werden von extremen Machtwünschen geleitet. Weil sie das im Alltag nicht umsetzen können, müssen sie das über so eine Gewalttat machen und suchen sich die schwächsten Opfer aus.“Wie kann man einen solchen Menschen erkennen?

Lüdke: „Nach außen hin sind sie meistens sehr unscheinbar. Aber in der Lebensgeschichte dieser Täter finden sich häufig um das elfte Lebensjahr herum drei Symptome: Dass sie wieder ins Bett machen, dass sie mit Feuer spielen und vor allem, dass sie Tiere quälen.“

Sind das Einzelfälle?

Lüdke: „Leider nein. Es gibt sehr viele Menschen unter uns, die eine so hohe sexuelle, kriminelle Energie haben, dass sie quasi tickende Zeitbomben sind.“

Jagdfieber und Hobbyfischereien ist eine Form von Krankheit, wo gefährdete Menschen hilflose Lebewesen quälen und töten müssen, damit es ihnen scheinbar besser geht.

Juristisch-strukturelle Komponente

  • Jagd ist in Strukturen eingebunden, die demokratische Regeln konterkarieren. Jäger sind oftmals Leiter der Jagdbehörden, entscheiden in eigener Sache über Auslegung, Anwendung und Sanktionen jagdlicher Vorgänge. Diese jagdfreundlichen Strukturen decken personell den gesamten gesellschaftlichen Bereich ab,  ein Netzwerk, das den Beteiligten Vorteile und Abhängigkeiten garantiert.
  • Aufgrund dessen herrscht in den Wäldern weitgehend Rechtsfreiheit, Kontrollen der Jagd von behördlicher Seite finden so gut wie nicht statt. Jagdschutz ist zurückdelegiert an die Jäger, so dass sich innerhalb des Staates ein autonomes, selbstverwaltendes Interessensystem etabliert hat, auch aus einem Umfeld aus Filz.
  • Die intensive Jagd – insbesondere auf Schwarz- und Rehwild – wird mit Schäden der Landwirtschaft und überhöhter Population begründet. Es gilt ausdrücklich festzustellen, dass

1. keine exakten summarische Schadenserfassung bei den Behörden stattfinden kann
2. Exakte Wildbestände völlig unbekannt sind und oftmals nur hochgerechnet werden
3. selbst die Abschusszahlen nicht richtig und systematisch erfasst werden können

  • Behördlich-jagdliche Entscheidungen fallen nicht anhand fundierter Ermittlungen und Zahlenwerke, sondern unterliegen dem populistischen Kalkül der anordnenden Behörde. Alternativen zur Bejagung werden nahezu nicht in Erwägung gezogen.
  • Auf Betreiben der Agrar- und Jagdlobby werden revierübergreifende Treib- und Drückjagden durchgeführt, wobei jegliche Treibjagd tierquälerische Komponenten enthält allein aus der Tatsache, dass ungenau getroffen und nahezu wahllos geschossen wird.  Unter „Hege“ versteht das Gesetz den Schutz und die Pflege wildlebender Tiere, wohingegen sich die „Jagdausübung“ auf das Nachstellen, Fangen und Erlegen von Wild bezieht.
  • Es gehe darum Bestände stabil zu halten und die bei uns fehlenden Prädatoren wie Wölfe und Bären zu ersetzen.  Bei dieser Argumentation schreien sowohl Wildbiologen als auch Tierrechtler und Tierschützer auf. Schockierend dabei ist, dass die Behörden, die Abschusszahlen festlegen, keinerlei fundierten Erkenntnisse über die tatsächliche Bestands- noch über die angeblich hohen Schadenszahlen haben.
  • Die Jagd ist in den Ver­dacht gera­ten, selbst die größte Mit­schuld an Schä­den im Kul­tur­land zu ver­ur­sa­chen. Ob es um die starke Beun­ru­hi­gung geht, die zu erhöh­tem Nähr­stoff­be­darf der Tiere oder zum unna­tür­li­chen Ein­ste­hen im Jung­kul­tu­ren­wald führt — auch das Abschie­ßen von rang­ho­hen Tie­ren führt durch den damit ver­bun­de­nen Tra­di­ti­ons­ver­lust zum Stress der Popu­la­tion und somit zur unna­tür­li­chen Fern­wan­de­rung, wel­che die Tiere im Kul­tur­land in den Kon­flikt mit den Men­schen bringt. Jäger sind Artenfeinde.
  • Die gewachsenen Sozialstrukturen vieler Wildtiere, vor allem der Wildschweine, werden durch Jäger zerschossen. Leittiere, welche die Vermehrungsraten kontrollieren, sind in den Rotten und Verbänden kaum noch vorhanden. Die Populationsdynamik ist durch den erheblichen und immer mehr zunehmenden Jagddruck enorm gestiegen.
  • Die Füchse, die in freier Natur monogam und reviertreu sind, werden zum Ortswechsel gezwungen, um sich neue Partner zu suchen, da die Paare durch die Jäger auseinander geschossen werden. So werden durch Zerstörung sozialer Tierstrukturen nicht nur neue Paarbildungen verursacht, jedes weibliche Tier befruchtet und damit die Geburtenrate erhöht, sondern auch verstärkt Krankheiten übertragen, welche angeblich durch die Jagd bekämpft werden sollen.
  • Die Vogeljagd, speziell die Enten- und Gänsejagd, verursacht eine undifferenzierte Tierselektion ohnegleichen. Der Vogel, der auf seinen länderübergreifenden Flügen den Nachstellungen in einem Jagdrevier entkommen ist, unterliegt den gleichen Verfolgungen auf seinen Stationen im nächsten und übernächsten Revier. Diese Tiere sind dem lustorientierten Tierselekteur schutzlos ausgeliefert. Desaster in der Sozialstruktur betroffener Tierverbände und im Artengefüge ganzer Vogelbestände sind damit vorprogrammiert. Durch die Verwendung von Schrotmunition, die vielfach nicht sofort tödliche Steckschüsse mit inneren Verletzungen verursacht, erleiden jährlich Hunderttausende angeschossener Tiere einen langsamen, qualvollen Tod.
  • Moder­ner Erkennt­nis­stand in Ökolo­gie und Wild­bio­lo­gie zeigt auf, dass sich die Bestan­des­dichte von Wild­tie­ren auf­grund von Nah­rungs­an­ge­bot, Ter­ri­to­ria­li­tät, Klima sowie sozia­len und phy­sio­lo­gi­schen Fak­to­ren ohne mensch­li­ches Zutun besser regelt. Der Jagd­druck sowie andere Fak­to­ren hin­ge­gen erhöht die Repro­duk­ti­ons­ra­ten der betrof­fe­nen Tier­po­pu­la­tio­nen, was man sehr gut bei den Wild­schwei­nen, Tau­ben ja bei allen Spe­zien beob­ach­ten kann (Art­er­hal­tung, Über­le­bens­in­stinkt, Gebur­ten­aus­gleich). Die Natur ist weise und wenn sich eine Spe­zies in Gefahr sieht, dann steigt die Geburtenrate.
  • Absolut dekadent und morbide sind Auslandsjagden, in denen aus reiner Tötungsgier sowohl bestandsbedrohte und oft international streng geschützte Arten als auch zahme Zuchttiere (z.B. Löwen) von pathologischen Tiertötern erlegt werden.
  • Die Jäger sind irgend­wann dem Irr­glau­ben ver­fal­len, die Natur könne ohne sie nicht leben und lei­ten dar­aus das Recht ab, sie könn­ten und müss­ten die Natur steu­ern. Gerade das Gegen­teil jedoch ist wahr: Die Natur kann ohne die Jäger sehr gut leben. So, wie der über­wie­gende Teil der Men­schen ihr heute begeg­net, würde sie sogar viel bes­ser leben, wenn es den Men­schen gar nicht gäbe. Wie weit müs­sen wir uns von jener Ach­tung und Liebe zur Natur ent­fernt haben, die uns die India­ner und andere Natur­völ­ker noch immer vorleben!

Ethisch-politische Komponente

  • Tiere sind Individuen, die Freude und Leid, Schmerz und Glück erfahren können, die Rechte besitzen und die als Mitgeschöpfe geachtet werden müssen. Die Jagd widerspricht einem aufgeklärten, fortschrittlichen Verständnis von Natur und Tieren aufs Schärfste.
  • Wichtig ist auch zur erkennen, dass die Jagd keiner umfassenden behördlichen Kontrolle unterliegt. Der Jagdschutz obliegt den Jägern mehr oder weniger selbst, was einer Selbstkontrolle gleichkommt, die für ein demokratisches Gesellschaftssystem einen untragbaren Zustand darstellt. Jagdbehörden beschränken sich meist auf das Ausstellen von Jagdscheinen, die Registrierung von Abschusszahlen und werden wiederum häufig von Jägern geleitet, so dass Jagdvergehen und Gesetzesverste häufig unerkannt und ungeahndet bleiben.
  • Die Menschheit hat sich per Selbsternennung und mit keiner naturwissenschaftlichen Logik in Einklang zu bringendem Selbstverständnis mit der Berechtigung ausgestattet, ohne Gewissensprobleme über die Interessen aller andersartigen Wesen (Arten) zu entscheiden, um diese nach Lust und Laune zu versklaven, zu töten, zu züchten und zu verändern. Die Jagd ist dabei nur eine kleine Facette dieses gigantischen anthropogenen Unfugs- und Unterdrückungssystems.
  • Rücksichtslos gegenüber Sonn- und Feiertagsruhe, Nachtruhe wird die Bevölkerung durch die Jägergruppen gestört, gemaßregelt und belästigt. Jagd ist letztendlich zu einem heimtückischen und feigen Mord an einem Mitgeschöpf verkommen, Jagd ist Mord aus niederen Beweggründen, ist Töten aus niedersten Instinkten!
  • In den frü­hen christ­li­chen Gemein­den galt die Jagd als unver­ein­bar mit dem Glau­ben. Jäger wur­den nach der Kir­chen­ord­nung aus den Gemein­den aus­ge­schlos­sen. Bis heute ist der Pries­ter­be­ruf im katho­li­schen Kir­chen­recht unver­ein­bar mit der berufs­mä­ßi­gen Tötung von Tieren. Die Jäger von heute sind militante Gewalttäter und Mörder meist friedlebender Tiere.
  • Oft unterstützt faschistoides Gedankengut „rassisches“ Überlegenheitsgefühl und ethnische Verfolgung. Der humane Bezug hat sich bei der Jagd auf einen animalistischen Bezug transformiert und sich in einen, dem menschlichen Rassismus vergleichbaren, Antianimalismus gewandelt. Durch biologischen Ranghöhenwahn des Menschen, speziell des jagenden Menschen, gegenüber der Tierwelt ist ein faschistoider Selektionismus entstanden, der in einen gnadenlosen Terrorismus gegen Wildtiere ausgeufert ist. Gegenüber einigen Tierarten (z.B. Fuchs), definierten Feindgruppen (sog. „Raubzeug“ und „Raubwild“) und sogenannten Bestandesregulierungen ist ein genozidales Handeln zu erkennen.

«Wenn Jagd Kultur ist, ist Kannibalismus Gastronomie»

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. November 2011 um 06:20 Uhr
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